YurikoYuriko

Hallo, mein Name ist Yuriko, aber genannt werde ich Juri, ist ja auch viel einfacher und stören tut es mich gar nicht.

Nach einigen Wirren in meinen Leben – nach dem Labor in eine Familie und dann wieder weg- habe ich nun eine neue und richtige Familie gefunden. Wir haben ein kleines Häuschen und einen ganz schön großen Garten. Ich wohne bei der Familie, zwar sind beide schon älter aber noch recht fit. Er, ich nenne ihn Chef, geht mit mir immer Gassi und deswegen ist der auch mein größerer Kumpel. Die Chefin ist auch sehr lieb mit mir, aber wenn sie nicht so mit mir läuft… Eben Pech gehabt.

Im Garten sind eine ganze Menge Tiere, Kaninchen, Hühner in einer Voliere, Ziervögel, Anfangs war das total stressig, wo soll man denn zuerst hinschauen? Sind die Tiere etwa gefährlich? Habt Ihr schon mal erlebt, wenn man sich so ganz vorsichtig einen geöffneten Kaninchenstall nähert, die Nase ganz weit vor und den Körper vorsichtshalber leicht auf „Rückzug“, und dann kommt dieses „wilde“ Tier nach vorne und schnuffelt zurück. Da würdet ihr auch erschrecken und schnell einen kleinen Satz zurück machen.

Zum Glück hat Chef mir erklärt, dass das ganz ruhige und liebe Tiere sind und jetzt kann ich eben auch ohne Angst bis in das Kaninchenfach hineingehen und , ihr werdet es mir nicht glauben, ich habe auch schon mal aus dessen Napf eine gekochte Kartoffel „gemopst“. Ich habe eben ganz schön Mut...

Auf der Wiese kann man hervorragend umher tollen und am schönsten ist, wenn Chef oder seine Frau mit mir spielen, leider viel zu wenig, ich könnte den ganzen Tag, aber die beiden behaupten, sie hätten auch noch was anderes zu tun. Ich frag mich nur, was?

Schlimm ist, wenn fremde Menschen zu Besuch kommen. Manche sind ja ganz gut zu vertragen, da gehe ich auch schon mal hin und hole mir Streicheleinheiten ab, aber es gibt welche, besonders sind das aber Männer, gegen die habe ich was, Chef sagt ich hätte Angst. Da gehe ich auch lieber weiter weg in eine Ecke und knurre vor mich hin. Bisher sind dann diese Menschen auch wieder gegangen. Mein Knurren scheint zu helfen.

Schön ist das Spazierengehen im Park. Es ist jeden Tag neu. Anfangs habe ich immer hin und her gezogen und mir war, als würde ich keine Luft bekommen. Chef hat dann immer angehalten, mich manchmal gestreichelt und mit mir gesprochen und jetzt stelle ich fest, wenn ich mich etwas nach diesen langsamen Menschen richte, kommen wir beide besser voran. Blöd ist nur, dass er immer und immer versucht, dass ich bei Fuß gehen soll. Es ist doch um einiges besser, wenn ich immer schnüffeln kann und da muss man eben hin und her…

Und es ist ja auch immer so interessant, mal kommen Radfahrer, na ja, da gibt es Besseres.. aber gerade Kinder sind ne Wucht. Ich könnte immer hinlaufen. Und dann Hunde, jede Menge gibt es, große, kleine nette und auch doofe, so wie alles im Leben.

Fast jeden Tag treffen wir einen fremden Mann, der kommt mit Alfi einen kleinen langhaarigen älteren Hund, der ist auch noch altersschwach, aber wir verstehen uns gut und dessen Chef hat regelmäßig für mich ein Leckerli dabei. Ich freue mich schon auf den nächsten Spaziergang.

Vorige Woche hatte ich mal ganz dollen Durchfall, Chef sagte, dass ich vielleicht was Verkehrtes gefressen hätte. Da musste ich einen ganzen Tag lang hungern, versucht das mal. Danach gab es gekochten Reis mit Magerquark. Das war vielleicht lecker! Ich hätte mich toll und voll fressen können – war bloß nicht so viel im Napf. Nächsten Tag war der Durchfall weg, aber Chef meinte, dass ich jetzt jede Woche einmal so ein Essen bekomme. Ich freue mich schon.

Ansonsten geht es mir sehr gut, ich bin froh meine Familie gefunden zu haben und verspreche, dass ich wieder mal schreibe.

Yuriko besser Juri

Wieder dürfen mehrere Laborbeagle das Labor verlassen, bei Interesse melden Sie sich bitte unter: 07391/7599812